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Rubrik: Reviews

Genetikk - Voodoozirkus

Selfmade Records hat Ende Dezember 2011 Genetikk gesignt. Das Duo besteht aus dem Rapper Karuzo und dem Produzenten sikk. Am 24.02.12 ist ihr 16 Track starkes Debutalbum „Voodoozirkus“ erschienen. Endlich mal wieder ein Album, das so richtig flasht!


Jetzt heißt es „Keiner schiebt mehr Optik, keiner ist auf Aggro, alle woll´n Genetikk“.

Auf „Voodoozirkus“ findet man verschiedene Facetten, wie z.B. Representer-, Gangster-, oder auch deeper Rap. Einige Nummern erinnern vom Stil her etwas an Favorite. Manche Ansichten sollte man übrigens mit einem Augenzwinkern sehen, sagen Genetikk selbst. Desweiteren ist klar, dass die zwei Akzente im Game setzen.




In vielen Songs trifft man auf Ironie und Wortwitz. Es hat wirklich jedes Lied auf der Platte was Starkes, ob es nun Verses, Hooks, Instrumentals oder sonstwas sind. Schon mit dem ersten Track „Bananas und Cash“ legen die Beiden richtig los. In „Wer bist du“ repräsentiert sich karuzo mit etwas Selbstironie. Es wird durch den Refrain gut abgerundet.

Auf „Erst der Anfang“ (feat. Favorite)merkt man, dass die Beiden sich schon etwas ähnlich sind und Humor representen. Bei „König der Lügner“ ist das meiste, was von dem MC kommt, wie der Tracktitel schon verrät, frei erfunden. „Puls“ besticht durch einen freshen Beat und druckvolle Punchlines. Mit Zeilen wie „Niemand traut sich zu featuren, mach den Scheiß Beat an sikk, und geb mir die Drums“ kommen Genetikk auf jeden Fall dope rüber.

Im Track „Yam Yam“ gibt es ein paar Doubletimelines zu hören. „Sorry“ ist ein deeper Song, in dem karuzo aussagt, dass er sein eigenes Ding macht und sich von der Öffentlichkeit nicht „knacken“ lässt. In „Ich rauch´n Blunt“ werden großteils Rundumschläge an „Promis“ ausgeteilt.




Mit dem Bonustrack „Inkubation“ zeigt der Rapper nochmal zum Schluss, was in ihm steckt, u.a. durch die bombigen Punchlines. Man merkt früh, dass karuzo kein Standardrapper ist, denn er kommt mit einer außergewöhnlichen Stimme und stylischem Flow. Der Junge ist sehr talentiert, und dazu noch redegewandt. Sikk produziert abwechslungsreiche, dope Beats. Als Einflüsse nennen die Beiden z.B. Wu-Tang Clan.

Das Album wird nach eigener Aussage von Genetikk „bunt wie ein Zirkusbesuch“. Auf „Voodoozirkus“ ist 1 Feature mit dem Labelkollegen Favorite . Der Rest sind abwechslungsreiche Sololieder. Die Erstauflage der CD ist ausverkauft, und war bei den iTunes-Charts auf Platz 1. Für mich auf jeden Fall eine Kaufempfehlung!

Mehr Infos unter:
http://selfmade-records.de  (selfmade-records .de)

Nico

Autor: www.rasik.de
Erstellt am: 07.05.12




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